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Körperwahrnehmung und Entspannungstechniken

Zentrum für KlavieranfängerFörderlicher Ausgleich Körperwahrnehmung und Entspannungstechniken

 

 

 

 

 

„Fließende Bewegungen und eine ruhige Atmung sollen bei der 3.000 Jahre alten chinesischen Technik dazu führen, dass sich der Übende vitaler und ausgeglichener fühlt.“ NDR

Körperwahrnehmung und Entspannungstechniken

 

Was bedeutet Körperwahrnehmung?

Die Körperwahrnehmung ist wie eine Untersuchung des Körperinneren, die wir bei uns selbst durchführen. Hier kommen unsere Tiefensensibilität, unser Gleichgewichts- und Muskelsinn zum Einsatz. Mit Hilfe dieser Sinne erfühlen wir unseren körperlichen und geistigen Zustand. Das aktive Lenken unseres Bewusstseins lässt uns unsere innere Gesundheit einschätzen.

 

Damit können wir Fragen wie z.B. „(Wo) bin ich verspannt? Was will mein Körper mir sagen?“ beantworten und unsere Folgeaktivitäten positiv beeinflussen.

Die Körperwahrnehmung, -sensibilisierung oder das Körperbewusstsein dienen letzten Endes der Erhaltung unserer Gesundheit.

Was ist Entspannung?

 

Ein Wort, das jeder kennt und doch nicht darauf besteht. Wir leben in einer Welt, in der wir uns der Schnelligkeit und ständigen Erreichbar- und Verfügbarkeit hingeben, und inoffiziell mehr Wert auf unsere Leistungsfähigkeit gelegt wird, als auf unsere Gesundheit.

 

Alltagsbeispiel

 

Anrufe oder gar Email-Benachrichtigungen auf dem Smartphone zu ignorieren, während wir gerade mit einer realen Person vor uns sprechen, versetzt viele Menschen in eine Konfliktsituation. Sollte hier nicht eindeutig sein, wo unsere Priorität liegt? Dem Anrufer oder der Textnachricht den Vorzug zu geben, unterliegt nicht nur der Frage von Respekt gegenüber der vor uns stehenden Person. Man wird unter Umständen vom anrufenden Arbeitgeber, der ggf. außerhalb der Arbeitszeiten Kontakt aufnimmt, benachteiligt, weil er z.B. zwischenzeitlich einen anderen Mitarbeiter erreicht hat. In dieser Lebensweise, die von der dauerhaften Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, geprägt ist, sind wir überreizt, innerlich getrieben und angespannt.

 

Definition

 

Entspannung beschreibt den Wohlfühlzustand, der sich aus dem Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele ergibt. Unter Entspannung versteht sich die Minderung von Stress und Belastung. Eine Entspannungsreaktion kann zum Beispiel durch Entspannungstechniken herbeigeführt werden.

 

Wie wirkt sich Entspannung auf Körper und Geist aus?

 

Eine überzeugende Auswahl:

 

  • Leistungssteigerung (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration u.v.m.)
  • Gewinn an Positivität und Gelassenheit (Alltag, Gedanken)
  • Stressreduzierung
  • Blutdruck- und Pulssenkung
  • Tonusminderung
  • Förderung der Durchblutung

 

 

Körperwahrnehmung für den Klavierspieler

 

Schmerz ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass etwas nicht stimmt. Zu Schmerzen führen kann beispielsweise verkrampftes Üben, die einseitige Körperbelastung durch langes Sitzen und dauerhaft übermäßige Beanspruchung der Arme und Finger.

 

Auch typische Haltungsfehler lösen Beschwerden aus. Ein runder Rücken strapaziert den Nacken. Eine steife Schulter wirkt unmittelbar auf den Armapparat. Solche unbewussten Fixierungen führen zu Überlastungen der Sehnen-, Gelenk-, Muskel-, und Bandstrukturen, die diese Fehlhaltung aufrecht erhalten.

 

Sind die Schmerzen erst einmal da, nehmen wir automatisch eine Schonhaltung ein. Diese Schonhaltung ist aber nichts anderes, als eine weitere Fixierung. Die Schmerzen sind nicht behoben, sondern nur verlagert.

 

Eine sensible Körperwahrnehmung ermöglicht uns nicht nur, mit aktiver Entspannung auf Schmerzen zu reagieren, sondern sie prophylaktisch im Keim zu ersticken.

Es gibt viele Wege:

 

 

 

 

Die besten Praxistipps:

 

Bewusst stelle ich Ihnen in diesen Praxistipps Übungen zur Körperwahrnehmung und Entspannung zusammen, die sich voneinander deutlich unterscheiden. Denn so verschieden die Übungen sind, ist auch die Empfänglichkeit Ihrer Kinder. Mit diesen Tipps und den Anregungen weiter unten werden Sie eine oder mehrere geeignete Techniken finden.

 

 

Atmen

 

Die Atmung ist entscheidend für unsere Existenz und hat entsprechend großen Einfluss auf unseren Körper, Geist und Seele. Als automatisierter Vorgang nehmen wir sie oft gar nicht wahr. Ruhiges, tiefes Atmen leitet den Entspannungsprozess ein. Denn mit dieser bewussten Atmung verlangsamt sich der Herzschlag und die Anspannung fällt ab. Diese Entspannungstechnik ist einfach und überall ausführbar.

 

3 schnelle Übungen:

Qigong

 

Die gängige Übersetzung des Qi-Begriffs lautet Lebensenergie. „Gong“ heißt so viel wie Arbeit, Pflege, ausdauerndes Üben. Qigong ≈ Die Pflege/Arbeit mit der Lebensenergie.

Ziel der Übungen ist die Regulierung und Stärkung von Körper, Geist und Seele.

 

Ein Großteil der Übungen beruht auf längere Bewegungssequenzen. Die Körpertechnik regt den Qi-Fluss an und erzeugt körperliche Entspannung, die wiederum geistige Entspannung bewirken kann.

Die Vielfalt wird von Übungen ohne sichtbare Bewegung wie Atem- und Konzentrationsübungen ergänzt.

 

Wie die Kunst des Klavierspiels, erlernt sich die Kunst des Qigong mit einem Lehrmeister.

 

Detaillierte Informationen über Qigong erfahren Sie bei den drei größten Organisationen Deutschlands:

 

  1. Medizinische Gesellschaft für Qigong Yangsheng
  2. Deutsche Qigong Gesellschaft
  3. Taijiquan und Qigong Netzwerk

 

Hier ein kurzer Einblick:

Meditation

 

Abgeleitet von „meditatio“, drückt Meditation die „Ausrichtung zur Mitte“ aus. Im Kern umfasst sie das Ausüben von Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen, die gewisse Bewusstseinszustände hervorrufen. Grundsätzlich geschieht das in einer aufrecht sitzenden Position.

 

Im Hier und Jetzt sein, frei von Gedanken, das Üben von Fokus auf einen einzigen Gedanken, die bewusste Wahrnehmung von Gefühlen und stiller Beobachter ohne Wertung - sind einige Leitfäden der Meditation. Die Art der Meditation begründet im wesentlichen auch Ziel dieser: Tiefe Wahrnehmung und selbstbestimmte Leitfähigkeit von Gedanken und Gefühlen (wie Entspannung), kontrollierte Aufmerksamkeit und Präsenz.

 

Achtsamkeitstrainerin Angela Homfeldt hat folgende Ratschläge:

Ein Blick auf führende Videoplattformen verrät, dass das Internet reich an sogenannten geführten Meditationen ist.

 

 

 

Visualisierung

 

Das Visualisieren trainiert das bildhafte Vorstellungsvermögen. Vor dem inneren Auge schmücken wir Wünsche und Ziele mit Hilfe all unserer Sinne so detailliert wie möglich aus, bis sie nahezu real scheinen. Je öfter und intensiver Visualisierung praktiziert wird, desto größeren Einfluss hat sie auf das Unterbewusstsein.

 

Auf diese Weise stellen wir uns etwas vor, das Entspannung in uns hervorruft. Das können tatsächliche Erinnerungen an den letzten Urlaub, ein fiktiver Ort, eine fantasierte Tätigkeit, Musik, ein Duft, wärmender Sonnenstrahl oder ein Geschmack sein - die Liste ist endlos.

 

Sie sehen, die Visualisierung geht natürlich weit über die Entspannung hinaus. Wer eine ausgeprägte Vorstellungskraft hat, findet sich in jeder Lebenslage im Vorteil.

 

Peter Beer erklärt:

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