klavierunterricht

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Wie viel Unterricht?

 

 

 

Wie viel Unterricht?

„Kaum jemand käme auf die Idee, dass Spitzenleistungen in der Musik oder im Sport ohne langjähriges intensives Üben und Trainieren unter professioneller Anleitung zu erreichen wären.“

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Aus "Begabte Kinder finden und fördern"

 

In den ersten Jahren wird es Ihren Kindern definitiv gut tun,

wenn der Lehrer öfter als einmal die Woche aktiv den Lernprozess beeinflusst.

 

Verhältnisse im Bereich Sport

 

Hier lohnt sich ein genauer Blick auf eine professionelle Trainingseigenschaft von ehrgeizigen Sportlern:

 

  1. Wie oft trainieren sie? Täglich.
  2. Wer trainiert mit ihnen? Sie trainieren ausschließlich in Anwesenheit des Trainers.

 

 

Verhältnisse im Bereich Musik

 

Bei diesen Sportlern steht Training für eine Tätigkeit, die im musikalischen Bereich zweigeteilt ist. In Unterricht (= mit dem Lehrer) und das eigenständige Üben zu Hause (= gewöhnlich ohne Lehrperson).

Beantworten wir jetzt die obigen Fragen für Kinder am Klavier.

 

  1. Wie oft üben wir? Täglich.

 

   2. Wer übt mit uns? Schon hier unterscheidet es sich stark.

 

   a.  Entweder ganz alleine - Sehr schlecht

 

Natürlich ist es ein gutes Zeichen, wenn die alleinige Motivation zu täglichem, konzentrierten Üben führt. Das ist bei Kindern, wie im Kapitel Zeit erläutert, jedoch unrealistisch. Hinzu kommen all die Fähigkeiten wie Zeiteinteilung, Fehler erkennen und konsequent berichtigen, Ausdauer etc., die jedes Kind erst einmal erlernen, dann stärken muss. Die Schlussfolgerung ist, dass es nicht richtig üben lernt und bis zum nächsten Unterricht 6 Tage lang Fehler einübt. Dabei geht Ihr Kind davon aus, alles richtig zu machen. Im Vergleich zu den Sportlern lernt Ihr Kind zusammengefasst 6x weniger. Pro Woche.

 

   b.  Mit fachfremdem Elternteil - Etwas besser

 

Stellen Sie sich Folgendes vor. Sowohl Daniels, als auch Idas Eltern sind Klassikfans und gehen regelmäßig ins Konzert. Daniels Eltern haben weder Klavier spielen gelernt, noch können sie Noten lesen, Idas Eltern schon. Daniels Eltern wird erklärt, worauf sie beim Üben achten müssen, Idas Eltern haben selbst jahrelange Erfahrung. Die Lehrkraft gibt ihnen zusätzliche Informationen, die pädagogisch gesehen Idas Lerntypen fördern.

 

Daniel oder Ida, wer badet in besseren Voraussetzungen?

 

   c.  Mit sachkundigem Elternteil - Gut

 

Nicht immer ist es gut, wenn die Eltern alles besser wissen. Die Eltern-Kind-Beziehung ist unumgänglich familiär-persönlich, das ist für den Lernprozess nicht ideal. Im Vergleich zu den Laien hat das Üben mit sachkundigen Eltern doch mehr Vor- als Nachteile. Sie verstehen etwas von der Materie und können helfen, wenn sich zum Beispiel eine unvorhersehbare Schwierigkeit ergibt oder Fragen auftreten.

 

   d.  Mit Lehrer - Optimal

 

Der Profi versteht sein Fach. Er ist selbst durch alle Schwierigkeiten gegangen und hat Lösungen gefunden. Er hat Erfahrung darin, sein Wissen erfolgreich zu vermitteln und wendet dafür alle Qualitäten eines exzellenten Klavierpädagogen an.

 

Aus der Unterscheidung von Unterricht und eigenständigem Üben ergeben sich zwei weitere, entscheidende Fragen.

 

   3. Wie oft haben wir UNTERRICHT? Die Mehrheit bekommt etwa einmal die Woche Unterricht.

Glücklich schätzen dürfen sich diejenigen, die zweimal pro Woche oder öfter unterrichtet werden.

 

   4. Wie lange dauert dieser Unterricht? Der Unterricht dauert zwischen 45-90 Minuten.

Empfehlung

 

Pauschal lässt sich nicht sagen, wie viel Unterricht und gemeinsame Übezeit mit dem Lehrer ideal für Ihre Kinder sind. Das sollte für jedes Kind individuell entschieden werden und hängt auch davon ab, wie stark und auf welche Weise der Lehrer das eigenständige Arbeiten fördert.

 

Fakt ist: Je weniger Unterricht, desto dürftiger die Fortschritte, desto kleiner die Motivation.

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